{"id":69,"date":"2019-04-04T13:13:05","date_gmt":"2019-04-04T13:13:05","guid":{"rendered":"http:\/\/verhaltenstherapie-luebeck.de\/?page_id=69"},"modified":"2019-04-14T19:28:26","modified_gmt":"2019-04-14T19:28:26","slug":"depressionen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/verhaltenstherapie-luebeck.de\/?page_id=69","title":{"rendered":"Depressionen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Beschreibung der Symptome<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In depressiven Phasen leiden die Betroffenen unter Gef\u00fchlen der Hoffnungslosigkeit, der Schuld, der Verzweiflung und der Trauer. Negative Gedanken herrschen vor. Depressiv Erkrankte entwickeln in vielen F\u00e4llen eine pessimistische Einstellung gegen\u00fcber sich selbst, den eigenen F\u00e4higkeiten, dem eigenen Aussehen und der Zukunft, verbunden mit starker Gr\u00fcbelneigung. Permanente Selbstkritik, Konzentrationsprobleme und Suizidgedanken sind h\u00e4ufig. Die Betroffenen sind nur schwer davon zu \u00fcberzeugen, dass sie eine Krankheitsepisode durchleben, die in den meisten F\u00e4llen gut zu behandeln ist. Depressive Menschen vermeiden soziale Kontakte, stellen Hobbys ein, k\u00f6nnen ihre Arbeit nicht mehr bew\u00e4ltigen und ziehen sich ins Bett zur\u00fcck. Schlaflosigkeit mit Fr\u00fcherwachen, Appetitst\u00f6rung mit Gewichtsverlust, Verlust von sexuellem Interesse, schnelle Erm\u00fcdung und vielf\u00e4ltige k\u00f6rperliche Beschwerden geh\u00f6ren zu den m\u00f6glichen somatischen Begleiterscheinungen einer depressiven St\u00f6rung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Behandlung der Depression<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei mittelschweren und schweren depressiven St\u00f6rungen hat sich eine kombinierte Behandlung von Psychopharmaka und Psychotherapie als die Methode der Wahl herausgestellt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei ist die Wirksamkeit der kognitiven Verhaltenstherapie bisher am besten untersucht und am deutlichsten nachgewiesen. Im Rahmen einer kognitiven Verhaltenstherapie findet zun\u00e4chst eine ausf\u00fchrliche Diagnostik statt, in der der Psychotherapeut die individuell ausl\u00f6senden und aufrechterhaltenden Bedingungen der Depression analysiert. Anschlie\u00dfend wird mit dem Patienten ein Erkl\u00e4rungsmodell seiner St\u00f6rung erarbeitet und ihm wird vermittelt, an welchen Stellen er Ver\u00e4nderungsm\u00f6glichkeiten besitzt. In den therapeutischen Sitzungen, die in der Regel einmal w\u00f6chentlich stattfinden, werden konkrete Verhaltens-\u00e4nderungen gemeinsam geplant und deren Auswirkungen auf die Depression besprochen. Die notwendigen Verhaltens\u00e4nderungen k\u00f6nnen sich auf die Bereiche Denken, F\u00fchlen und Handeln beziehen. Die im folgenden angef\u00fchrten therapeutischen Strategien sind nicht vollst\u00e4ndig und sollen nur einen Einblick in die m\u00f6glichen Therapiebestandteile vermitteln.<\/p>\n\n\n\n<p>Denken:\tIm Bereich des Denkens kommt es h\u00e4ufig vor, dass depressive Patienten von automatisierten, negativen Gedanken erf\u00fcllt sind, die objektiv unzutreffend und deutlich zu pessimistisch sind. Der Betroffene ist sich dieser negativen Gedanken und deren Wirkung auf sein Empfinden h\u00e4ufig nicht bewusst. Im Rahmen der Therapie kann es in diesem Fall darum gehen die zentralen depressionsf\u00f6rdernden Gedanken zu identifizieren und deren Wahrheitsgehalt in den therapeutischen Gespr\u00e4chen zu analysieren. Hierbei ist es wesentlich, den Patienten nicht \u00fcberreden zu wollen, sondern ihn bei einer kritischen Auseinandersetzung mit den normalerweise automatisch ablaufenden negativen Gedanken zu unterst\u00fctzen. Wenn in den therapeutischen Gespr\u00e4chen eine Bearbeitung der negativen Gedanken erfolgt ist, geht es im n\u00e4chsten Schritt darum, das Auftauchen dieser Gedanken im Alltag bewusst zu erleben. Durch die Kombination dieser beiden Prozesse ist mittelfristig eine Distanzierung von den negativen Gedanken zu erreichen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fchlen:\tIm Bereich der Gef\u00fchle kommt es h\u00e4ufig vor, dass auftretende Emotionen wie Angst oder Trauer als sehr bedrohlich erlebt werden. Die Betroffenen versuchen, diese Gef\u00fchle zu vermeiden, wodurch eine wirkliche Verarbeitung h\u00e4ufig nicht m\u00f6glich ist. Die verdr\u00e4ngten Gef\u00fchle blockieren das Erleben des Patienten wodurch, ihm alle T\u00e4tigkeiten sinnlos und leer vorkommen. Aus der Forschung der klinischen Psychologie steht umfangreiches Wissen \u00fcber den Umgang mit solchen Emotionen zur Verf\u00fcgung. Diese Kenntnisse werden mit dem Patienten im Rahmen der Therapie auf die individuelle Problematik angewandt. Ziel ist es hierbei mit den bedrohlichen Emotionen so umgehen zu lernen, dass eine wirkliche Verarbeitung m\u00f6glich und der Patient frei f\u00fcr neue positive Empfindungen wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Handeln:\tIm Bereich des Handelns hat es sich gezeigt, dass viele depressive Patienten in einen Teufelskreis hineingeraten. Sie f\u00fchlen sich kraftlos und leer. Allt\u00e4glich Aktivit\u00e4ten erleben sie als belastende Pflichten, soziale Kontakte als anstrengend, sodass sie sich mehr und mehr zur\u00fcckziehen. Kurzfristig erscheint dieser R\u00fcckzug f\u00fcr die Betroffenen erleichternd. Mittel- und langfristig verst\u00e4rkt das Fehlen von sozialen Kontakten, Anregungen und Impulsen jedoch die depressive Verstimmung. Die Folge ist ein noch weiter gehender R\u00fcckzug mit noch gr\u00f6\u00dferem Kontaktverlust, der in totaler Isolierung und Passivit\u00e4t enden kann. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass ein Ausbrechen aus diesem Teufelskreis durch den Aufbau von angenehmen, positiven Aktivit\u00e4ten und den Abbau von belastenden, negativen Aktivit\u00e4ten m\u00f6glich ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Dauer eine kognitiven Verhaltenstherapie betr\u00e4gt in der Regel 30 bis 50 Therapiestunden.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr weitere Informationen zum Thema Depressionen empfehlen wir Ihnen die Internetseite der <a href=\"https:\/\/www.deutsche-depressionshilfe.de\/start\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Stiftung Deutsche Depressionshilfe. (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Stiftung Deutsche Depressionshilfe.<\/a><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beschreibung der Symptome In depressiven Phasen leiden die Betroffenen unter Gef\u00fchlen der Hoffnungslosigkeit, der Schuld, der Verzweiflung und der Trauer. Negative Gedanken herrschen vor. 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