{"id":43,"date":"2019-04-04T12:43:55","date_gmt":"2019-04-04T12:43:55","guid":{"rendered":"http:\/\/verhaltenstherapie-luebeck.de\/?page_id=43"},"modified":"2019-04-04T12:43:55","modified_gmt":"2019-04-04T12:43:55","slug":"posttraumatische-belastungsstoerung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/verhaltenstherapie-luebeck.de\/?page_id=43","title":{"rendered":"Posttraumatische Belastungsst\u00f6rung"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Erscheinungsbild<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Posttraumatische Belastungsst\u00f6rung (PTBS) oder \u00e4hnliche St\u00f6rungen (z.B. Anpassungsst\u00f6rungen) sind St\u00f6rungen im Zu-sammenhang mit der Verarbeitung eines traumatischen Erlebnisses (z.B. wie Gewalterfahrungen, sexueller Missbrauch, ein schwerer Unfall, Kriegserlebnisse, Foltererfahrungen oder eine Natur-katastrophe). Sie kann unmittelbar nach dem Erlebnis oder aber auch erst viele Jahre sp\u00e4ter, manchmal ganz \u00fcberraschend, auftreten. Pl\u00f6tzlich ist das Ereignis wieder gegenw\u00e4rtig und ver-ursacht Alptr\u00e4ume, \u201eflash backs\u201c, Panikanf\u00e4lle, Scheckreaktionen, aber auch depressive Gef\u00fchle oder Unf\u00e4higkeit zu Gef\u00fchlen, Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit, Reizbarkeit, Schlafst\u00f6rungen und viele andere belastende Symptome. Die Betroffenen versuchen unter gro\u00dfer Anstrengung, die Erinnerungen an das Trauma und die damit verbundenen bedrohlichen Gef\u00fchle zu vermeiden und gehen auch Situationen aus dem Weg, die sie an das Ereignis erinnern. Dies kann zu erheblichen Einschr\u00e4nkungen f\u00fchren, wenn z.B. nicht mehr Auto gefahren werden kann oder Sexualit\u00e4t nicht mehr m\u00f6glich ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ursachen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich stellt ein traumatisches Erlebnis an sich schon eine gro\u00dfe, au\u00dfergew\u00f6hnliche Anforderung an die menschliche Psyche dar und ersch\u00fcttert jeden Menschen in seiner psychischen Stabilit\u00e4t. Dabei gibt es jedoch gro\u00dfe Unterschiede, wie gut die Verarbeitung gelingt. Diese haben mit Aspekten des Traumas (Dauer, Zeitpunkt im Leben, Ausma\u00df des Kontrollverlusts etc.), mit der sozialen Situation des betroffenen Menschen (Einbindung, Unterst\u00fctzung), Vorerfahrungen mit anderen Problemsituationen und mit Pers\u00f6nlichkeitsmerkmalen zu tun. H\u00e4ufig scheint es eine Art Schutzmechanismus zu geben, der es erm\u00f6glicht, das Trauma f\u00fcr lange Zeit zu verdr\u00e4ngen bis die Lebensumst\u00e4nde dies nicht mehr zulassen. Der vermeidende Umgang mit den Erinnerungen f\u00fchrt wie bei allen Angstst\u00f6rungen auch hier dazu, dass das Erlebnis nicht verarbeitet werden kann und gegenw\u00e4rtig bleibt&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Behandlung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ziel der Therapie ist, den Betroffenen zu helfen, das traumatische Erlebnis als vergangenen Teil ihres Lebens einzuordnen, sich dadurch aktuell nicht mehr bedroht zu f\u00fchlen und davon nicht mehr einschr\u00e4nken zu lassen. Dazu muss eine intensive Auseinander-setzung mit dem Trauma stattfinden, bei der neue Bew\u00e4ltigungs-strategien gelernt werden. Eine kontrollierte, selbstbestimmte Konfrontation mit den traumatischen Erinnerungen und den damit verbundenen Gef\u00fchlen in einem sicheren Rahmen ist ein zentraler Bestandteil der Therapie, so dass eine Verarbeitung erm\u00f6glicht wird (Verarbeiten statt Verdr\u00e4ngen). Fehlannahmen, die hinter unangemessenen Schuld- und Schamgef\u00fchlen stehen werden er\u00f6rtert und korrigiert, Bew\u00e4ltigungsmechanismen f\u00fcr starken \u00c4rger vermittelt. Auch die Sichtweise, welche Konsequenzen das Trauma f\u00fcr die eigene Pers\u00f6nlichkeit und das eigene Leben hat, wird in Frage gestellt und modifiziert. Die Betroffenen werden dabei unterst\u00fctzt, einschr\u00e4nkendes Vermeidungsverhalten aufzugeben und \u201esich das Leben zur\u00fcckzuerobern\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erscheinungsbild Die Posttraumatische Belastungsst\u00f6rung (PTBS) oder \u00e4hnliche St\u00f6rungen (z.B. Anpassungsst\u00f6rungen) sind St\u00f6rungen im Zu-sammenhang mit der Verarbeitung eines traumatischen Erlebnisses (z.B. wie Gewalterfahrungen, sexueller Missbrauch, ein schwerer Unfall, Kriegserlebnisse, Foltererfahrungen oder eine Natur-katastrophe). Sie kann unmittelbar nach dem Erlebnis oder aber auch erst viele Jahre sp\u00e4ter, manchmal ganz \u00fcberraschend, auftreten. Pl\u00f6tzlich ist das Ereignis wieder &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/verhaltenstherapie-luebeck.de\/?page_id=43\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201ePosttraumatische Belastungsst\u00f6rung\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-43","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/verhaltenstherapie-luebeck.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/43","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/verhaltenstherapie-luebeck.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/verhaltenstherapie-luebeck.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/verhaltenstherapie-luebeck.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/verhaltenstherapie-luebeck.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=43"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/verhaltenstherapie-luebeck.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/43\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44,"href":"https:\/\/verhaltenstherapie-luebeck.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/43\/revisions\/44"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/verhaltenstherapie-luebeck.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=43"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}