{"id":36,"date":"2019-04-04T12:41:30","date_gmt":"2019-04-04T12:41:30","guid":{"rendered":"http:\/\/verhaltenstherapie-luebeck.de\/?page_id=36"},"modified":"2019-04-04T12:41:30","modified_gmt":"2019-04-04T12:41:30","slug":"zwangsstoerungen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/verhaltenstherapie-luebeck.de\/?page_id=36","title":{"rendered":"Zwangsst\u00f6rungen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Erscheinungsbild<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Zwangsst\u00f6rung ist eine besondere Form der Angstst\u00f6rung. Man unterscheidet dabei Zwangsgedanken und Zwangshandlungen, die alternativ oder auch in Kombination auftreten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zwangsgedanken<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zwangsgedanken sind sehr unangenehme Vorstellungen oder Impulse, die sich immer wieder gegen den Willen der Person aufdr\u00e4ngen und mit Angst und Scham verbunden sind. Das k\u00f6nnen beispielsweise Gedanken sein, jemand, den man liebt, Gewalt anzutun, sich gottesl\u00e4sterlich zu verhalten oder etwas Obsz\u00f6nes zu tun. Generell geht es bei den Gedanken fast immer darum, dass irgendetwas Schlimmes passieren k\u00f6nnte oder dass man selbst etwas Schlimmes anrichtet. Aus Angst, dass diese Bef\u00fcrchtungen eintreten k\u00f6nnten, versuchen die Betroffenen oft, diese Gedanken zu unterdr\u00fccken bzw. durch bestimmte &#8222;Gegengedanken&#8220; oder Handlungen unsch\u00e4dlich zu machen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zwangshandlungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zwangshandlungen sind wiederholte, h\u00e4ufig in einer automatisierten Form ablaufende Verhaltensweisen, die eine Person immer wieder ausf\u00fchrt, obwohl sie sich oft dar\u00fcber im Klaren ist, dass diese Handlung nicht sinnvoll ist. Beispiele sind exzessives H\u00e4nde-waschen, Duschen oder Reinigen, wiederholtes Kontrollieren von Elektro-ger\u00e4ten oder verschlossenen T\u00fcren oder das Z\u00e4hlen oder Aufsagen bestimmter W\u00f6rter. Die Zwangshandlungen oder Rituale dienen dazu, die Angst vor gef\u00fcrchteten Sch\u00e4den zu verringern oder andere unangenehme Gef\u00fchle, die sich beim Unterlassen der Zwangs-handlung einstellen, zu d\u00e4mpfen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ursachen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt nicht \u201edie eine\u201c Ursache f\u00fcr Zw\u00e4nge, vielmehr m\u00fcssen verschiedene Faktoren zusammenkommen, die erst in ihrer Kombination entscheiden, ob ein Mensch eine Zwangsst\u00f6rung entwickelt oder nicht. Man wei\u00df heute, dass die Zwangsst\u00f6rung eine neurobiologische Grundlage hat. Dar\u00fcber hinaus spielen weitere Bedingungen eine Rolle bei der Entstehung von Zw\u00e4ngen. Dazu geh\u00f6ren unter anderem die Art und Weise, wie man pl\u00f6tzlich auftretende unangenehme Gedanken bewertet, welche Rolle Verantwortungsgef\u00fchl f\u00fcr eine Person spielt und welche Werte, Normen und Einstellungen sie erworben hat. Oft l\u00f6st ein bestimmtes belastendes Ereignis oder eine schwierige Lebensphase die Zwangserkrankung aus.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Behandlung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zwangsst\u00f6rungen k\u00f6nnen sehr beeintr\u00e4chtigend sein. Oft fordern die Zwangsgedanken und -handlungen viel Kraft und Zeit, und die Umwelt reagiert vielfach mit Unverst\u00e4ndnis. W\u00e4hrend Zwangs-erkrankungen fr\u00fcher als schlecht behandelbar galten, sind heute gute therapeutische M\u00f6glichkeiten verf\u00fcgbar. Wie bei den anderen Angstst\u00f6rungen gilt die kognitive Verhaltenstherapie unter Einsatz konfrontativer \u00dcbungen als Methode der Wahl.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erscheinungsbild Die Zwangsst\u00f6rung ist eine besondere Form der Angstst\u00f6rung. Man unterscheidet dabei Zwangsgedanken und Zwangshandlungen, die alternativ oder auch in Kombination auftreten k\u00f6nnen. Zwangsgedanken Zwangsgedanken sind sehr unangenehme Vorstellungen oder Impulse, die sich immer wieder gegen den Willen der Person aufdr\u00e4ngen und mit Angst und Scham verbunden sind. 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