{"id":34,"date":"2019-04-04T12:40:38","date_gmt":"2019-04-04T12:40:38","guid":{"rendered":"http:\/\/verhaltenstherapie-luebeck.de\/?page_id=34"},"modified":"2019-04-04T12:40:38","modified_gmt":"2019-04-04T12:40:38","slug":"panikstoerung-agoraphobie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/verhaltenstherapie-luebeck.de\/?page_id=34","title":{"rendered":"Panikst\u00f6rung\/ Agoraphobie"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Erscheinungsbild<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Intensive Angstzust\u00e4nde, begleitet von k\u00f6rperlichen Symptomen wie Herzklopfen oder -rasen, Schwindel, Luftnot, Benommenheit, Zittern, Hitze- oder K\u00e4ltewallungen, die pl\u00f6tzlich &#8211; ohne erkennbare Ausl\u00f6ser &#8211; auftauchen, sind das Kernmerkmal der Panikst\u00f6rung. Treten solche Panikattacken wiederholt auf, entwickelt sich oft eine &#8222;Angst vor der Angst&#8220;: eine anhaltende, nerv\u00f6se Anspannung in Erwartung der n\u00e4chsten Attacke.<\/p>\n\n\n\n<p>Falls die Angstanf\u00e4lle nicht nur zu Hause, sondern auch unterwegs auftreten, kommt es oftmals zur Entwicklung einer Agoraphobie: Man f\u00e4ngt an, bestimmte Situationen zu meiden, in denen es besonders unangenehm w\u00e4re, eine Angstattacke zu erleben (beispielsweise inmitten einer Menschenmenge, einer fahrenden U-Bahn, in einem Fahrstuhl u.a.m.). Leider verschafft das Vermeiden solcher Situationen nur kurzfristige Erleichterung. Die Angst nimmt in der Folge eher zu, und es entsteht ein Teufelskreis aus immer weit-reichenderer Vermeidung und gr\u00f6\u00dferer Angst. Im Extremfall kann dies dazu f\u00fchren, dass jemand weder die eigene Wohnung verlassen, noch sich alleine &#8211; ohne eine vertraute Person &#8211; dort aufhalten kann.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ursachen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es besteht offenbar schon lange vor Beginn der Angsterkrankung eine Vulnerabilit\u00e4t daf\u00fcr mit Sorge auf k\u00f6rperliche Symptome zu reagieren, die verschiedenste Ursachen haben kann (z.B. Konfrontation mit lebensbedrohlichen Krankheiten, \u00e4ngstliches Modellverhalten von Angeh\u00f6rigen in der Kindheit). Die ersten Angstanf\u00e4lle treten typischerweise in Zeiten erh\u00f6hter Stressbelastung auf, wobei auch die ausl\u00f6senden Faktoren sehr unterschiedlich sein k\u00f6nnen. F\u00fcr den Einen ist es ein \u00fcberhohes Ma\u00df an Anforderungen am Arbeitsplatz, f\u00fcr den Anderen Konflikte in der Partnerschaft, f\u00fcr einen dritten finanzielle Sorgen, die ausschlaggebend f\u00fcr das Auftreten einer Angstattacke sind. Da ein Panikanfall oftmals in einer Phase scheinbarer Ruhe (im Urlaub, am Abend im Bett) auftritt, bringen viele Menschen die so heftig erlebte Attacke jedoch nicht mit dem meist schon l\u00e4nger anhaltenden Stress in Verbindung. Durch eine Kettenreaktion von Wahrnehmung k\u00f6rperlicher Symptome, deren Fehlinterpretation als gef\u00e4hrlich, Angst sowie einer erh\u00f6hten Aufmerksamkeit gegen\u00fcber inneren Prozessen kommt es zu einem Aufschaukelungsprozess. Durch Flucht und Vermeidung von angst-ausl\u00f6senden Situationen manifestiert sich die Angsterkrankung.<\/p>\n\n\n\n<p>Da die Ausl\u00f6ser so vielf\u00e4ltig sind, das Ausma\u00df von Vermeidungs-verhalten sehr stark variieren kann und auch die individuelle Lebensgeschichte ber\u00fccksichtigt werden muss, ist eine sorgf\u00e4ltige Diagnostik unerl\u00e4sslich. In diesem Rahmen sollte auch eine medizinische Untersuchung stattfinden, um k\u00f6rperliche Ursachen auszuschlie\u00dfen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Behandlung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Grundlage der Behandlung ist das im Zuge der Diagnostik gewonnene individuelle Erkl\u00e4rungsmodell f\u00fcr die Entstehung und Aufrecht-erhaltung der Problematik. Anschlie\u00dfend erfolgen meist praktische \u00dcbungen, im Laufe derer man lernt, anders mit den auftretenden k\u00f6rperlichen Symptomen und angstmachenden Gedanken um-zugehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erscheinungsbild Intensive Angstzust\u00e4nde, begleitet von k\u00f6rperlichen Symptomen wie Herzklopfen oder -rasen, Schwindel, Luftnot, Benommenheit, Zittern, Hitze- oder K\u00e4ltewallungen, die pl\u00f6tzlich &#8211; ohne erkennbare Ausl\u00f6ser &#8211; auftauchen, sind das Kernmerkmal der Panikst\u00f6rung. 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