Verhaltenstherapie
Verhaltenstherapie ist eine Form von Psychotherapie, die an gegenwärtig bestehenden Problemen ansetzt, für die Lösungs- und Bewältigungsmöglichkeiten erarbeitet werden.
Verursacht werden Probleme häufig durch Ereignisse oder Lebensumstände, die zu problematischen Verhaltensweisen, Einstellungen, Annahmen und Sichtweisen oder zu einem ungünstigen Umgang mit den eigenen Gefühlen führen. Welche Ursachen im konkreten Einzelfall für welche Beschwerden verantwortlich sind, wird zunächst im Rahmen der Diagnostik geklärt. Anschließend wird besprochen, welche Ziele die Behandlung haben soll. Darauf aufbauend wird ein individueller Therapieplan erstellt, wobei das therapeutische Vorgehen gemeinsam mit dem Patienten besprochen und von ihm wesentlich mitbestimmt wird.
Die Aufgabe des Therapeuten wird von uns darin gesehen, dem Patienten wissenschaftliche Erkenntnisse über Veränderungs-möglichkeiten so zu vermitteln, dass er motiviert ist diese im Alltag auszuprobieren und umzusetzen. Fragen und Zweifel von Seiten des Patienten sind ausdrücklich erwünscht und werden als Zeichen einer interessierten Auseinandersetzung gewertet.
Neben der genauen Analyse des Problemverhaltens wird im Rahmen der Therapie viel Wert auf die Wahrnehmung von positiven Entwicklungsimpulsen des Patienten gelegt. Häufig sind Patienten so in Ihrer negativen Sicht gefangen, dass sie die eigenen positiven Möglichkeiten nicht realisieren. Die Therapie ist als Hilfe zur Selbsthilfe gedacht.
Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen. Abhängig von der Komplexität der Probleme werden in der Regel 20 bis 60 Therapiestunden benötigt. In dieser Zeit soll sich der Patient ein fundiertes Wissen über individuelle Veränderungsmöglichkeiten erarbeitet haben und in der Lage sein, auch zukünftig auftretende Probleme besser bewältigen zu können.